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Bronchialverschleimung : Neuen „Tätern“ auf der Spur

Ein internationales Forscherteam gewann neue Erkenntnisse über die Ursachen der Bronchialverschleimung bei Asthma & Co.

 

Warum sich bei Lungenkrankheiten wie Asthma die Bronchialgefäße mit dem zähen Schleim füllen, der unter anderem die Atemnot herbeiführt, ist nach wie vor nicht gänzlich geklärt. Bisher ging die Forschung davon aus, dass infolge einer allergischen Reaktion oder einer Entzündung sogenannte Becherzellen, das heißt schleimproduzierende Drüsen im Bronchialgewebe, krankhaft entarten und die Anhäufung des zähen Sekrets in Gang setzen.

Nun entdeckte ein Team um den US-amerikanischen Wissenschaftler Jeffrey A. Whitsett ein Gen, das für die Schleimbildung von entscheidender Bedeutung ist. Das Gen SPDEF zeigte während des Entzündungsprozesses in den Lungen von Mäusen eine stark erhöhte Aktivität. Dieser Aktivität liegt folgender Mechanismus zugrunde: Zellen des Lungengewebes („Clara-Zellen“) verwandeln sich in Becherzellen und fördern auf diesem Wege die Schleimproduktion. Wurde das Gen deaktiviert, konnte weder eine Entzündung noch eine Verschleimung nachgewiesen werden. Mäusen, denen SPDEF fehlt, bildeten keine Becherzellen.

Die Wissenschaftler wollen diesen Ansatz weiter verfolgen, um auf der Basis dieser Kenntnisse möglicherweise neue Behandlungswege entwickeln zu können. Allerdings, so Whitsett, seien Tests mit Menschen nicht vor Ablauf von einigen Jahren zu erwarten.

Quelle: Journal of Clinical Investigation

 


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