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Allergisches Asthma

Allergisches Asthma (auch extrinsisches, das bedeutet: von außen kommendes Asthma) manifestiert sich meist in der Kindheit oder frühen Jugend. Bei dieser Erscheinungsform ist eine allergische Reaktion auf einen äußerlichen Auslöser (Allergen) der Grund für einen Asthmaanfall. Sie machen den größten Teil der Asthmatiker aus: Etwa 75 Prozent aller Asthmaerkrankungen sind allergisch bedingt, so reagieren die Betroffenen beispielsweise auf Pollen, Hausstaubmilben oder Tierhaare mit einem Asthmaanfall.

Die genannten Allergene können bei entsprechend veranlagten Menschen allergische Reaktionen auslösen, die in mehreren Schritten ablaufen.

  • Beim ersten Kontakt mit dem Allergen (zum Beispiel Pollen) kommt es zur sogenannten Sensibilisierung, das heißt, der Körper wird gegen einen bestimmten (allergieauslösenden) Fremdstoff überempfindlich, auch wenn sich noch keine allergischen Beschwerden bemerkbar machen.
  • Als Reaktion auf das Allergen bilden bestimmte weiße Blutkörperchen Immunglobulin E (IgE), das eine Schlüsselrolle bei der allergischen Reaktion spielt und von Allergikern in großen Mengen gebildet wird. IgE-Moleküle binden an die Oberfläche sogenannter Mastzellen, die für die Entzündungsvermittlung verantwortlich sind.
  • Kommt es später wieder zum Kontakt mit dem gleichen Allergen (zum Beispiel mit derselben Pollenart), lagert sich das Allergen an zwei nebeneinander auf der Mastzelle liegende IgE-Moleküle an und verbindet diese. Das ist das Signal für die Mastzelle, Entzündungsstoffe auszuschütten, und es kommt zur allergischen Reaktion, beispielsweise zu einem Asthmaanfall.

Die von den Mastzellen freigesetzten Entzündungsstoffe wie Histamin bewirken, dass sich die Muskulatur in den Bronchien zusammenzieht, die Bronchialschleimhaut anschwillt und zäher Schleim in die Bronchien abgesondert wird. So entsteht ein typischer Asthmaanfall mit Atemnot, Husten und überwiegend erschwerter Ausatmung (Giemen oder Keuchatmung).

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