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Die Herausforderung annehmen – machen Sie Ihr Kind stark!

Werden Eltern mit der Tatsache konfrontiert, dass ihr Kind unter einer chronischen Erkrankung wie Asthma leidet, tauchen viele Fragen auf. Doch je besser Sie sich informieren und je umfangreicher Ihr Wissen über die körperlichen und psychischen Zusammenhänge ist, desto besser können Sie Ihr asthmakrankes Kind in einem altersgerechten Umgang mit seiner Erkrankung unterstützen.

Mit fühlen: ja – mit leiden: nein

Einfühlungsvermögen in die Situation des betroffenen Kindes von Seiten der Familienmitglieder ist hilfreich und wichtig. Empathie ist ein guter Wegweiser, um angemessen handeln zu können. Wenn manches Mal im Krankheitsverlauf Ärger und Frust des Kindes überhand nehmen, ist es wichtig, dass die Eltern die Verzweiflung auffangen und ihm Mut zusprechen.

Überbehütung und der Versuch, kleine Asthmapatienten von allem, was „gefährlich“ und potenziell anfallsauslösend sein könnte, bewahren zu wollen – beispielsweise ihnen während der Pollenflugzeit jeglichen Aufenthalt im Freien zu untersagen – ist für die psychosoziale Entwicklung des Kindes kontraproduktiv.

Schulungen für ein verantwortungsvolles Selbstmanagement

In strukturierten Schulungen lernen die Familienmitglieder neben der theoretischen Wissensvermittlung über die Ursachen und Therapiemöglichkeiten der Erkrankung, ihren jeweiligen Rollen und Aufgaben im Umgang mit dem Asthma gerecht zu werden. Ein wichtiger Trainingspunkt unter vielen anderen ist das „Verhalten im Notfall“. Durch praktische Übungen wird die Angst vor dem befürchteten Ereignis deutlich reduziert. Im Falle eines tatsächlichen Atemnotanfalls im häuslichen Umfeld reagieren geschulte Eltern und Kinder in der Regel besonnener und tragen somit aktiv dazu bei, den Teufelskreis aus Anfall – Panik – Verschlimmerung des Anfalls – zu unterbrechen oder von vornherein zu unterbinden. Fragen Sie den Kinderarzt oder Ihre Krankenkasse, wo derartige Schulungen durchgeführt werden.

An der Aufgabe wachsen

Es ist immer wieder erstaunlich festzustellen, wie mutig viele Familien die Herausforderung, die eine chronische Erkrankung darstellt, annehmen und wie sie an der Aufgabe wachsen.

Scheuen Sie sich andererseits aber nicht, jegliche Hilfe, die Ihnen Ihre Situation erleichtert, auch in Anspruch zu nehmen. Holen Sie sich Rat beim behandelnden Kinderarzt, Ihrer Krankenkasse oder dem Rentenversicherungsträger, beispielsweise um eine Kur oder eine Rehamaßnahme zu beantragen – eine „Auszeit vom Alltag“ setzt neue Energien für die beständigen Anforderungen frei. In manchen Fällen wird auch eine psychologische Unterstützung als hilfreich empfunden.

Kindgerechte Literatur erleichtert das Verständnis und den Umgang mit Asthma

Als wertvolle Hilfe sind auch Bücher empfehlenswert, die in kindgerechter Weise alle Aspekte der Erkrankung erläutern und einen positiven Umgang fördern.

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