So kommt es zur Atemnot

Unabhängig davon, ob die Ursache des Asthmas allergischer oder nicht allergischer Natur ist, kommt es zu den typischen Veränderungen im Bronchialsystem, die zur Verengung der Atemwege und der damit verbundenen Atemnot führen.

Die Entzündung bietet den Boden für die Schwellung der Bronchialschleimhaut, langfristig führt sie zur Ausbildung von Vernarbungen des Gewebes („Remodelling“) mit zunehmender Beeinträchtigung der Lungenfunktion. Dadurch wird vermehrt zäher, schlecht abzuhustender Schleim produziert. Im Zusammenwirken mit der Verkrampfung der Bronchialmuskulatur kommt es – je nach Schweregrad – zu einer moderaten bis massiven Reduzierung des BronchiallumensInnerer Durchmesser der Bronchialgefäße.. Damit erhöht sich der Atemwegswiderstand, der vor allem die Ausatmung erschwert.

Die Asthmasymptome auf einen Blick:

  • Kurzatmigkeit
  • Giemen
  • Brustschmerzen
  • Engegefühl im Brustkorb
  • Husten (eher trocken als produktiv)

„Selbsthilfe“ gegen die Atemnot

Diesem Zustand der mit Beklemmung und schweregradabhängigen Angstgefühlen einhergehenden Symptomatik kann man mit einer aufrecht sitzenden Haltung begegnen. Die Hände stützen den weit nach vorne gelehnten Oberkörper ab (Kutscher- oder Reitsitz). Dadurch wird die Atemhilfsmuskulatur mobilisiert, die das Ziel hat, das Brustkorbvolumen zu vergrößern und damit der eingeschränkten Atmung entgegenzuwirken.

Ein zweiter Trick ist die Lippenbremse – eine sehr hilfreiche Atemtechnik, die bei einem Asthmaanfall als Notfallmaßnahme angewendet werden kann. Sie wird ausgeführt, indem der Betroffene ruhig durch die Nase einatmet und anschließend langsam durch die zusammengepressten Lippen ausatmet. Durch diese Atemtechnik wird der Atemstrom abgebremst, die Atemwege werden erweitert und somit ist es ermöglich, beim nächsten Einatmen mehr Atemluft aufzunehmen.