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Lungenfunktion und Lebensqualität verbessern

Asthma-Patienten können ihre Lungenfunktion und damit auch ihre Lebensqualität in Asthma-Schulungen und beim Lungensport verbessern. Der Austausch von Erfahrungen in Selbsthilfegruppen trägt außerdem dazu bei, das Wohlbefinden und Selbstvertrauen zu erhöhen.

Gruppe von Patienten, die beim Sport ihre Lungenfunktion verbessern.

Patientenschulung: Aufklärung über Asthma

Asthma- beziehungsweise Patientenschulungen werden in der Regel zumindest zum Teil von der Krankenkasse übernommen. In (Reha-)Kliniken und bei Fachärzten besteht die Möglichkeit, an einer Patientenschulung teilzunehmen. Diese Kurse sollen den Patienten dabei unterstützen, seine Krankheit zu verstehen und eine bessere Asthma-Kontrolle zu erlangen. Dabei liegt der Schwerpunkt unter anderem auf folgenden Themen:

  • Aufbau und Funktion der Lunge
  • Ursachen und Auslöser von Asthma
  • Methoden der Asthma-Kontrolle, vor allem Umgang mit dem Peakflow-Meter und einem Asthma-Tagebuch
  • Sport und Übungen zum Verbessern der Lungenfunktion und Trainieren der Atemmuskulatur
  • die richtige Reaktion auf Beschwerden und Notfälle

Besonders Kindern, aber auch erwachsenen Betroffenen kann eine Asthma-Schulung weiterhelfen. Sie lernen, ihre Erkrankung und das damit verbundene Risiko für Asthma-Anfälle genauer einzuschätzen. Asthma-Anfälle und andere Komplikationen der Erkrankung können dadurch vermieden werden. Darüber hinaus hat sich in vielen Fällen gezeigt, dass nach einer Asthma-Schulung die Bedarfsmedikation weniger häufig benötigt wurde und auch die Zahl der Fehltage in Beruf oder Schule zurückgingen.  

Lungensportgruppen: Lungenfunktion verbessern und Atemmuskulatur stärken

Die Aussage, dass man mit Asthma keinen Sport machen darf, gilt inzwischen als überholt. Ganz im Gegenteil: Ein gezieltes Trainieren und Stärken der Atemmuskulatur kann sogar dazu beitragen, die Lungenfunktion und dadurch die Lebensqualität zu verbessern. Der sogenannte Lungensport ist speziell auf Menschen ausgerichtet, die mit einer chronischen Lungenerkrankung wie Asthma leben müssen.

Wichtige Trainingsschwerpunkte beim Lungensport sind:

  • Kraft und Ausdauer erhalten und aufbauen
  • Atemmuskulatur gezielt trainieren und stärken
  • Koordinationsfähigkeit verbessern
  • atemerleichternde Techniken erlernen (Atemtherapie)

Durchgeführt wird der Lungensport in kleinen Gruppen beziehungsweisen Kursen, die von ausgebildeten Übungsleitern betreut werden. Anbieter solcher Kurse sind unter anderem Kliniken oder (Reha-)Sportvereine. Es wird ein besonderer Wert darauf gelegt, jeden Patienten bei seinem persönlichen Trainingsstand abzuholen und nicht zu überfordern. Informationen zu Lungensport-Kursen in Ihrer Nähe finden Sie unter www.lungensport.org oder auch unter www.daab.de.

Warum am Lungensport teilnehmen?

Die positive Wirkung des Lungensportes erstreckt sich auf viele Aspekte des Lebens:

  • das Vertrauen in die eigene Leistungsfähigkeit wird gefördert
  • Asthmatiker können den Alltag mit weniger Anstrengung meistern
  • Betroffene kommen in Kontakt mit anderen Patienten und können sich austauschen

Insgesamt wird beim Lungensport die Grundlage dafür geschaffen, trotz Asthma aktiv am Leben teilzunehmen.

In Selbsthilfegruppen Erfahrungen austauschen

Je nach Schweregrad ist Asthma mit unterschiedlichen Schwierigkeiten behaftet, die das Alltagsleben einschränken. Dabei kann es sich um Probleme im beruflichen oder privaten Bereich handeln – oder darum, dass man generell mit der Tatsache hadert, chronisch krank zu sein und sich deshalb vielleicht immer mehr zurückzieht.

Positive Effekte von Selbsthilfegruppen:

  • gesteigertes seelisches und körperliches Wohlbefinden
  • bessere Akzeptanz der Erkrankung
  • leichtere Bewältigung von Problemen aufgrund des Asthmas
  • erhöhtes Selbstvertrauen
  • vermehrte soziale Kontakte

Aus diesem Grund sind neben Kursen zum Verbessern der Lungenfunktion und Stärken der Atemmuskulatur auch Selbsthilfegruppen ein wichtiger Punkt in der Asthma-Therapie. Dort erhalten Betroffene eine andere Form von Hilfe: Den Austausch mit gleichermaßen Betroffenen, mit Menschen, die die eigene Situation besser nachvollziehen können als „Außenstehende“. Ratschläge lassen sich viel leichter auf die eigene Lebenssituation übertragen, wenn sie von Menschen vermittelt werden, die sich genau in die persönliche Lage einfühlen können. Es lohnt sich also, den Schritt zu wagen und eine Selbsthilfegruppe aufzusuchen – und dadurch nicht nur die Atemmuskulatur, sondern auch das Selbstbewusstsein zu stärken.

Patientenorganisationen

 

  • Deutscher Allergie- und Asthmabund (DAAB)

Der Deutsche Allergie- und Asthmabund (DAAB) ist seit 1897 als Patienten- und Verbraucherschützer für Kinder und Erwachsene mit Allergien, Asthma, COPD, Neurodermitis und Urtikaria aktiv. Auf der Basis von über 30.000 jährlichen Rückmeldungen von Betroffenen steht dabei beim DAAB die persönliche und unabhängige Beratung im Mittelpunkt. Der Deutsche Allergie- und Asthmabund nimmt die verschiedenen Therapiemöglichkeiten unter die Lupe, informiert zu neuen wissenschaftlichen Erkenntnissen, gibt Tipps für den Umgang mit der Erkrankung im Alltag, findet die richtigen Ansprechpartner, sucht für Betroffene Möglichkeiten zum Austausch, bietet Orientierung bei der Auswahl von allergikerfreundlichen Produkten wie etwa im Hautpflegebereich und versorgt Patienten mit allen wichtigen Informationen und Hilfen zu den vielfältigen Aspekten dieser großen Themenfelder.

Weitere Informationen hierzu finden Sie beim Patientenverband Deutscher Allergie- und Asthmabund e.V. für Kinder und Erwachsene mit Allergien, Asthma, COPD, Neurodermitis und Urtikaria unter www.daab.de oder via Mail info@daab.de.

 

  • Patientenorganisation Lungenemphysem - COPD Deutschland

Die "Patientenorganisation Lungenemphysem - COPD Deutschland“ verfolgt unter anderem das Ziel, Atemwegserkrankten die Möglichkeit zu bieten, den Wissensstand zur Erkrankung und die damit verbundene Therapie zu verbessern. Darüber hinaus sollen sowohl in den regionalen Selbsthilfegruppen, aber auch über das Internet Informationen, Erfahrungen und Tipps ausgetauscht und weitergeben werden.

Bei der "Patientenorganisation Lungenemphysem - COPD Deutschland“ handelt es sich um eine reine Interessengemeinschaft, die im Jahr 2001 gegründet wurde. Sowohl die Verantwortlichen als auch sämtliche Mitarbeiter dieser Patientenorganisation führen Ihre Tätigkeit innerhalb Ihrer Zuständigkeitsbereiche ehrenamtlich aus.

Weitere Informationen finden Sie unter: https://www.lungenemphysem-copd.de
E-Mail: patientenorganisation@lungenemphysem-copd.de

 

  • Verein „COPD – Deutschland e.V.“

Der Verein „COPD – Deutschland e.V.“ wurde im Jahr 2006 gegründet und als gemeinnütziger Verein anerkannt. Der Verein ist bestrebt, den Betroffenen aktiv zur Verbesserung ihrer Lebensqualität beizustehen. Ziele des Vereins sind unter anderem Hilfe für Atemwegskranke zu leisten, gesundheitsförderliche Umfelder zu schaffen und gesundheitsbezogene Projekte zu unterstützen.

Es werden Informationsveranstaltungen durchgeführt, die durch fachmedizinische Beteiligung ein breites Spektrum der neuesten Erkenntnisse über die Erkrankung in der Öffentlichkeit verbreiten sollen. Darüber hinaus ist der COPD – Deutschland e.V. Herausgeber von derzeit 21 Patientenratgebern.

Weitere Informationen finden Sie unter: https://www.copd-deutschland.de
E-Mail: verein@copd-deutschland.de