Damit die Therapie des Asthmas anschlägt und Betroffene ihre Erkrankung selbst im Griff haben, ist es einerseits unerlässlich, dass sie sich an den festgelegten Behandlungsplan halten. Andererseits sollten Asthma-Patienten auf vorbeugende Maßnahmen setzen, um einen Anfall zu verhindern. Ebenso ist das Aufklären ihrer Angehörigen wichtig, damit auch diese einen sicheren Umgang mit der Lungenerkrankung lernen. Erfahren Sie hier mehr zur Prävention eines Asthma-Anfalls.

Junge Frau mit Sonnenhut schaut aufs Meer
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Vorbeugende Maßnahmen für einen Asthma-Anfall

Asthma-Patienten wissen, dass die richtige medikamentöse Behandlung essenziell für den Verlauf und die Schwere der Erkrankung ist. Doch gleichermaßen sollten Patienten einige Maßnahmen beherzigen, um einen Asthma-Anfall vorzubeugen. Was ist demnach besonders wichtig und worauf sollten Sie achten?

Regelmäßige Kontrollen

Leiden Sie unter Asthma, sollten Sie regelmäßig den behandelnden Arzt aufsuchen. Nur er kann die medikamentöse Therapie festlegen, überprüfen und gegebenenfalls anpassen. Darüber hinaus sind mehrmals am Tag selbstständige Kontrollen Ihrer Lungenfunktion mithilfe des Peak-Flow-Meters unverzichtbar.

Tipp

In einem Asthma-Tagebuch können Sie die Ergebnisse des Peak-Flow-Meters und weitere für den Facharzt wichtige Informationen festhalten.

Ausreichend über Medikamente und deren Gebrauch informieren

Wissen Sie genau Bescheid, wie die verschiedenen Medikamente wirken? Und wann welches Inhalationsspray angewendet werden muss? Lassen Sie sich umfangreich zu allen Behandlungsmaßnahmen von Ihrem Arzt aufklären, damit Sie auch im Notfall richtig handeln können. Zudem ist es unerlässlich, dass Sie mit der richtigen Anwendung der Inhalationssprays vertraut sind.

Psychische Belastung vermeiden

Oftmals sind Patienten großer, psychischer Belastung ausgesetzt: Stress und Zeitdruck im Beruf, Aufregung oder Angst sind eventuelle Auslöser einer Asthma-Attacke und sollten möglichst vermieden werden. Als Möglichkeiten zur Prävention eignen sich beispielsweise autogenes Training, progressive Muskelentspannung oder Yoga.

Wetter- und Klimabedingungen beherzigen

Eine weitere vorbeugende Maßnahme für Asthma-Anfälle ist die Beachtung des Wetters und klimatischer Bedingungen. Schnelle, starke Temperaturschwankungen wie beispielsweise von extremer Wärme zu Kälte oder aber trockene, klimatisierte Luft sowie Wind können einen Asthma-Anfall begünstigen. Tipp: Auch bei der Urlaubsplanung sollten diese Faktoren berücksichtigt werden.

Bei Insektenstichen vorbereitet sein

Schlimmstenfalls kann eine allergische Reaktion auf einen Insektenstich einen Asthma-Anfall auslösen. Für Betroffene von Allergien oder Überempfindlichkeiten auf Insektenstiche (zum Beispiel von Wespen oder Bienen) gilt demnach eine weitere wichtige Asthma-Prävention: Sie sollten zusätzlich zum Notfallspray ein spezielles Notfallmedikament (Anaphylaxie-Pen) gegen die Allergie bei sich tragen.

Übrigens: Auch eine Hyposensibilisierung (spezifische Immuntherapie) ist eine Möglichkeit, einem Asthma-Anfall vorzubeugen. Dabei verabreichen Ärzte dem Körper über einen längeren Zeitraum das auslösende Allergen in geringer Menge. Im Lauf der Zeit soll die allergische Reaktion gegenüber dem Stoff abflachen. Die Erfolgsquote liegt beispielsweise für Insektenstiche bei 95 Prozent.

Pollenflugkalender täglich überprüfen

Ebenso können Pollen einen starken allergieauslösenden Effekt mit sich bringen und vor allem für Patienten eines allergischen Asthmas ein Problem darstellen, da sie einen Asthma-Anfall verursachen können. Ein Pollenflugkalender hat sich deshalb als Asthma-Prävention für Allergiker bewährt. Diese Kalender stellen übersichtlich dar, in welchen Monaten und zu welcher Tageszeit die jeweiligen Pollen in der Luft sind.

Auslösende Stoffe umgehen

Hohe Ozonwerte, Luftverschmutzung und weitere Schadstoffe: Asthma-Patienten sollten – vor allem, wenn eine Allergie oder Überempfindlichkeit besteht – diese Stoffe bestmöglich vermeiden. Das ist allerdings nicht immer so einfach. Eine Möglichkeit, um einen Asthma-Anfall vorzubeugen, ist beispielsweise die Informationssuche nach Belastungswerten über verschiedene Internetportale, im Radio oder in der Zeitung.

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