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Rauchen hat bekanntermaßen schädliche Auswirkungen auf verschiedene Bereiche des Körpers. Besonders für Asthmatiker, die unter überempfindlichen Atemwegen leiden, ist der Konsum von Zigaretten problematisch. Denn in der Regel werden dadurch die Asthmaanfälle häufiger, das Krankheitsbild verschlechtert sich zunehmend und mehr Medikamente sind nötig. Auch Alkohol sollte bei Asthma gemieden werden, da er die Krankheit verstärken kann. Die Zusammenhänge haben wir hier für Sie zusammengefasst.

Eine Hand lehnt Zigarettenschachtel ab
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So wirkt sich Rauchen bei Asthma aus

Der Rauch einer Zigarette enthält zahlreiche Schadstoffe – neben Nikotin sind das beispielsweise Teer, Kohlenmonoxid, Benzol, Cadmium, Blei und Formaldehyd. Durch die Bronchien der Lunge gelangen die Stoffe effektiv ins Blut und verteilen sich im Körper. Dabei richten sie Schäden an nahezu jedem Organ an. Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Krebs oder Fortpflanzungsstörungen sind häufige Auswirkungen.

Gefahr Passivrauchen

Asthmatiker sollten das passive Einatmen von Zigarettenqualm meiden. Denn darin stecken ebenfalls unzählige Schadstoffe, die Asthmasymptome verstärken und zu mehr Asthmaanfällen führen können. Zudem erhöht Passivrauchen das Risiko, Asthma und andere Lungenkrankheiten zu entwickeln – vor allem für Kinder.

Das Rauchen belastet besonders die Lunge. Sowohl akute Krankheiten wie eine Lungenentzündung als auch chronische Leiden wie Asthma oder die chronisch obstruktive Lungenerkrankung (COPD) können aufgrund des Rauchens entstehen. Bei Menschen, die schon an Asthma erkrankt sind, verschlechtert Rauchen den Erkrankungsstatus zusätzlich. Denn die chronisch verengten sowie entzündeten Atemwege von Asthmatikern werden überdies gereizt, was schwerwiegende Auswirkungen hat:

  • Die Stoffe im Rauch können die Entzündungen in den Bronchien verstärken.
  • Schleimproduktion wird angeregt, dieser Schleim verstopft zusätzlich die Atemwege und kann schlecht abgehustet werden.
  • Der Qualm stört die Selbstreinigungsfunktion der Lunge, sodass sich zusätzlich zäher Schleim ansammelt.
  • Rauchen schwächt das Immunsystem insgesamt. So kommt es schneller zu Infektionen der Atemwege.

Personen, die trotz Asthma rauchen, spüren das unter anderem an:

  • vermehrten Asthmaanfällen
  • schlechter werdender Lungenfunktion
  • beschleunigtem ungünstigem Krankheitsverlauf

Zudem leiden Asthma-Patienten häufiger an Beschwerden, die den allgemeinen körperlichen Zustand zusätzlich beeinträchtigen, wie Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Das Risiko, an COPD oder Lungenkrebs zu erkranken, steigt.

Was ist mit Shishas, Pfeifen, E-Zigaretten und Co.?

Nicht nur Zigaretten sind schädlich. Auch bei anderen Hilfsmitteln zum Rauchen muss mit den genannten Auswirkungen gerechnet werden. Viele Menschen verharmlosen Shishas und E-Zigaretten aufgrund ihres geringeren Nikotingehalts zwar, aber sie enthalten ebenfalls giftige Stoffe, die gerade bei Asthma zu Reizungen führen können.

Rauchen trotz Asthma führt zur erschwerten Behandlung

Rauchen beeinflusst zudem die Asthma-Behandlung. Das Ziel der Asthma-Therapie ist es, den Betroffenen ein möglichst beschwerdefreies Leben zu ermöglichen. Wenn das gelingt, spricht der Behandler von einem gut eingestellten Asthma. Dafür bekommen die Patienten Medikamente zur regelmäßigen Einnahme sowie Mittel für den Notfall.

Bei Rauchern ist dieses Ziel deutlich schwerer zu erreichen. Sie reagieren schlechter auf die Medikation, sodass sie häufig gezwungen sind, eine deutlich höhere Dosis der Mittel einzunehmen. Beispielsweise muss die Menge an inhalativen Kortikosteroiden oftmals gesteigert werden, was wiederum zu stärkeren Nebenwirkungen führen kann.

Wege zum Rauchstopp

Das Rauchen aufzugeben ist nicht leicht. Es handelt sich um eine Sucht, die nur schwer in den Griff zu bekommen ist. Dennoch sollten Sie es unbedingt versuchen. Rauchen beeinflusst Asthma so negativ, dass es letztendlich zum Tode führen kann. Wenn Sie den Rauchausstieg schaffen, können Sie Ihre Asthma-Beschwerden verringern und den Krankheitsverlauf positiv gestalten. Demgegenüber steht eine Entzugsphase, die zwar vermutlich zunächst den Lebensstandard verschlechtert, dann aber langfristig zu einer deutlich höheren Lebensqualität führt.

Tipp

Tipp: Holen Sie sich Hilfe für den Rauchausstieg. Nikotinersatzmittel, begleitende Therapien und Medikamente, die die Entzugserscheinungen lindern, erhöhen die Chancen deutlich, dass Sie es schaffen.

Den Zigarettenkonsum lediglich zu reduzieren, bringt hingegen nur leichte Verbesserungen mit sich. Studien haben gezeigt: Nur eine Zigarette täglich erhöht das Risiko für verengte Blutgefäße und damit Erkrankungen wie Schlaganfall oder Herzinfarkt.

Alkohol kann allergisches Asthma verstärken

Ein weiteres Genussmittel, das Asthmatiker meiden sollten, ist Alkohol. Vor allem die Symptome für ein allergisches Asthma können sich durch alkoholische Getränke verschlimmern. Grund dafür sind sogenannte Histamine, die immer dann entstehen, wenn Lebensmittel fermentiert werden oder im Zuge der Herstellung ein Gärungsprozess stattfindet. Dies ist besonders bei Bier und Wein der Fall.

Histamin ist ein Gewebshormon, das der menschliche Körper auch selbst ausschüttet: Es dient als Signalstoffe bei allergischen Reaktionen und ruft typische Anzeichen wie Niesen hervor. Nimmt ein Allergiker alkoholische Getränke zu sich, führt das zu einer hohen Histamin-Belastung. Dies kann wiederum allergische Reaktionen auslösen und bei Asthmatikern zu Beschwerden führen.

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