Auch wenn es sich bei Asthma um eine chronische Erkrankung der Atemwege handelt, schließt es Sport nicht aus. Im Gegenteil, Experten raten Asthmatikern dazu, sich regelmäßig zu bewegen. Der Grund: Sport steigert die Belastbarkeit und stärkt die Atemmuskulatur sowie das Vertrauen in den eigenen Körper. Daher profitieren sowohl Erwachsene als auch Kinder davon. Besonders gut sind Ausdauersportarten und spezielle Lungentrainings geeignet.

Radfahrerinnen jubeln
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Warum Sport bei Asthma gut tut

Sport zählt mittlerweile zu einer wichtigen Behandlungssäule bei Asthma, denn die vielen positiven Effekte sind unumstritten. Sport

  • trainiert und stärkt die Atemmuskulatur.
  • steigert das körperliche Wohlbefinden.
  • fördert den Schleimabtransport in den Lungen.
  • erhöht die Atemtiefe.
  • vergrößert die Sauerstoffaufnahme des Körpers.

Zudem steigt die Schwelle für ein Belastungsasthma: Während untrainierte Menschen schon nach dem Treppensteigen einen Asthmaanfall zu befürchten haben, stellt dies für einen sportlichen Asthmatiker in der Regel kein Problem dar.

Worauf muss ich achten? Voraussetzungen für Sport mit Asthma

Bevor das Training beginnen kann, müssen Asthmatiker zunächst einige Punkte abklären. Die wichtigste Bedingung ist eine gut eingestellte Erkrankung. Das heißt, die Behandlung ist so erfolgreich, dass die Asthma-Beschwerden kontrolliert sind und es nur noch selten zu Anfällen kommt. Weitere essenzielle Themen:

  • Sprechen Sie mit Ihrem Arzt, bevor Sie mit dem Sport bei Asthma beginnen. Er wird Sie dabei unterstützen, Ihre Belastungsgrenze festzulegen und kann Sie hinsichtlich Sportart und Trainingshäufigkeit beraten.
  • Legen Sie bei der Gelegenheit auch einen Notfallplan zurecht: Was ist zu tun, wenn es zu einem Anfall während des Trainings kommt?
  • Nehmen Sie Ihr Notfallmedikament immer mit.

Dazu sollten Sie stets auf Ihre aktuelle körperliche Verfassung achten. Halten Sie Abstand von Sport während oder kurz nach einem Infekt. Sind Sie Pollenallergiker, vermeiden Sie es, Ihre Übungen während der Hauptbelastungszeit draußen durchzuführen. Generell sind kalte, trockene oder staubige Umgebungen für Sport mit Asthma nicht geeignet.

Rücksprache mit dem Arzt

Sport mit Asthma sollte immer in enger Absprache mit dem behandelnden Arzt erfolgen. Womöglich empfiehlt er Einsteigern, vor den Übungen prophylaktisch ein Bronchien-erweiterndes Medikament zu verwenden. Auch Peak-Flow-Messungen vor, während und nach dem Training können Aufschluss darüber bringen, wie der Körper die Belastung verträgt.

Passende Sportarten für Asthmatiker

Egal welche Sportart bei Asthma ausgeführt wird – zunächst ist es für die Betroffenen wichtig, sich langsam aufzuwärmen. Planen Sie dazu 10 bis 15 Minuten ein, in denen Sie Ihren Körper auf die bevorstehende Anstrengung vorbereiten, etwa durch Dehnübungen oder zügiges Gehen. Gleich mit voller Belastung loszulegen, überlastet die Lunge schnell und provoziert einen Asthmaanfall.

Als Sport für Asthmatiker eignen sich in erster Linie Ausdauersportarten wie:

  • (Nordic) Walking
  • Radfahren
  • Inline-Skating
  • Wandern
  • Tanzen
  • Schwimmen
  • Kanu fahren
  • Segeln

Zudem sind Mannschaftssportarten oder angeleitete Kraftsporteinheiten möglich – immer in Rücksicht auf die körperliche Leistungsfähigkeit.

Nach dem Sport ist ein Cool-Down zu empfehlen: Langsam den Kreislauf herunterzufahren, beispielsweise mit Entspannungsübungen, mindert das Risiko für eine Atemnot.

Idealerweise planen Sie dreimal die Woche ein Training ein. Besser, Sie setzen auf mehr Wiederholungen bei mittelmäßiger Intensität als auf wenige unter starker Belastung.

In einer Lungensportgruppe können sich Asthmatiker mit anderen Erkrankten austauschen und gezielt lernen, wie sie die Zwerchfellmuskulatur stärken, ihre Körperhaltung verbessern und Atemnot verhindern.

Leistungssport mit Asthma?

Asthma und Leistungssport schließen sich nicht aus. Laut einer Untersuchung waren 20 Prozent der Teilnehmer der Olympischen Spiele 2005 Asthmatiker. Allerdings gibt es hier strenge Vorgaben zu beachten: Einige Asthmamedikamente stehen auf der Verbotsliste des Internationalen Olympischen Komitees, da sie als Dopingmittel eingestuft werden.

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