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Asthma und Husten: Untrennbar verbunden

Nein, Asthma heißt nicht immer Atemnot: Zentrales Symptom bei Asthma ist vor allem auch der starke Husten. Er kann entweder als Teil eines Anfalls auftreten oder die Rolle des Vorboten übernehmen und auf eine akute Verschlechterung der Beschwerden hinweisen.

Grafik: Entstehung von Husten und anderen Beschwerden bei Asthma.

Typisches Symptom: Husten bei Asthma

Neben der Atemnot, die für die Betroffenen zur immensen Belastung werden kann, ist der Husten ein charakteristisches Anzeichen einer Asthma-Erkrankung. Kommt der Betroffene mit einer seiner persönlichen Ursachen in Kontakt – das kann kalte Umgebungsluft ebenso sein wie bestimmte Medikamente oder Allergene (Allergie-Auslöser) – ruft das in seiner Lunge das überempfindliche Abwehrsystem auf den Plan. Husten ist die Folge: Entweder als Signal einer zeitlich begrenzten Verschlimmerung oder im Rahmen eines akuten Asthma-Anfalls.

Wussten Sie schon, dass…

…Husten im Körper eine überaus wichtige Funktion einnimmt? Der Reflex zum Husten wird immer dann ausgelöst, wenn Fremdstoffe in die Lunge geraten sind oder Reize aus der Umwelt als bedrohlich für die optimale Sauerstoffversorgung wahrgenommen werden. Das ruckartige Zusammenziehen der Atemmuskulatur soll die Eindringlinge dann wieder nach draußen befördern – und damit die Lunge schützen.

Der Husten bei Asthma dient genau dem gleichen Zweck. Hier reagiert das Immunsystem allerdings überempfindlich. Es stuft Stoffe und Reize als Gefahr ein, die es eigentlich gar nicht zu kümmern bräuchten. Durch verstärkten Husten sollen diese Auslöser so schnell wie möglich wieder aus der Lunge entfernt werden. Für den Betroffenen kann das zur Gefahr werden: Der ungewöhnlich heftige, in der Regel sehr trocken klingende Husten bei Asthma lässt oftmals kaum genug Zeit, wieder zu Luft zu kommen – was das Gefühl der Atemnot verstärkt.

Zusätzlich beginnt die Bronchialschleimhaut (die Schleimhaut in den luftleitenden Atemwegen) in dieser „Notsituation“, große Mengen an Schleim zu produzieren. Er soll die Auslöser aus der Lunge transportieren – und muss zu diesem Zweck abgehustet werden.

Durch Asthma und/oder Allergie: Husten

Allergischer und asthmatischer Husten bezeichnen nicht zwangsläufig dieselbe Form von Husten. Während asthmatischer Husten im Rahmen einer Asthma-Erkrankung und dadurch in Verbindung mit Beschwerden wie Luftnot oder pfeifender Atmung auftritt, kann durch eine Allergie bedingter Husten auch ohne weitere asthmatische Beschwerden auftreten. Oftmals gehen Asthma und eine Allergie aber Hand in Hand.

Asthmatischer Husten – behandeln und vorbeugen

Auf lange Sicht empfiehlt sich meist die Inhalation cortisonhaltiger Präparate („Controller“), welche die Entzündungsbereitschaft der Bronchien (luftleitende Atemwege) verringern. So kommt es seltener zu übersteigerten Reaktionen des körpereigenen Abwehrsystems – und die Häufigkeit von Husten bei Asthma sinkt.

Kurzfristig kommt bei asthmatischem Husten ein sogenannter Reliever zum Einsatz. Ist der Husten so stark, dass er die normale Atmung beeinträchtigt, kann dieses Bedarfsmedikament die Bronchien erweitern und beruhigen. Das lindert bei Asthma Husten, Atemnot und die weiteren Beschwerden.

Vielen Betroffenen hilft es zudem, sich an einen Ort mit ruhiger Atmosphäre zurückzuziehen und ein Glas Wasser zu trinken. So können sie selbst dazu beitragen, den Hustenreiz zu stillen und nicht zu sehr in Panik zu verfallen.

Um den Husten bei Asthma – und gerade den durch eine Allergie ausgelösten Husten – von Anfang an zu vermeiden, ist es einerseits wichtig, ausreichend therapiert zu sein; andererseits sollten Betroffene genau über die persönlichen Auslöser von Asthmasymptomen Bescheid wissen, um den Kontakt zu diesen Faktoren möglichst gering halten zu können.