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FeNO-Messung: Eine Diagnosemethode mit vielen Vorteilen

Liegt eine Entzündung der Bronchien vor und wenn ja, wie stark ist sie? Sowohl zur Diagnose als auch zur Kontrolle von entzündlichen Lungenerkrankungen wie Asthma bronchiale ist die Antwort darauf entscheidend. Einfach und schnell schafft die FeNO-Messung Gewissheit. Sie bestimmt die Konzentration an Stickstoffmonoxid (NO) in der Atemluft und ermöglicht, das Ausmaß von Entzündungen der Atemwege zu erkennen. Wir erklären, wie ein FeNO-Test abläuft und was die Werte bedeuten.

Vater und Sohn lassen sich beim Arzt die FeNO-Messung erklären.

Was ist ein FeNO-Test?

FeNO steht für die englische Bezeichnung „Fraction Exspiratory Nitric Oxide “, auf Deutsch: fraktioniertes exhaliertes Stickstoffmonoxid (NO). Der Test kommt zur Diagnose und Überwachung bei Lungenerkrankungen wie Asthma oder COPD zum Einsatz. Gemessen wird dabei der Gehalt an NO in der ausgeatmeten Luft.

Der Hintergrund: Entzündungsprozesse in den Bronchien sorgen für eine vermehrte NO-Freisetzung – je stärker die Entzündung, desto höher der NO-Wert. Damit ist der Biomarker ideal, um den Status der Bronchien zu überprüfen. Ärzte ziehen die NO-Messung gern zur Diagnose eines Asthmas heran. Auch zur Kontrolle einer Asthmatherapie eignet sie sich: Schlägt die Behandlung gut an, sinken die Werte.

Vorteile der FeNO-Messung

Die Methode ist

  • einfach,
  • nichtinvasiv (ohne Eingriff in den Körper) und
  • zeigt schnell ein Ergebnis an.

Zudem gilt sie als äußerst sensibel und aussagekräftig. Daher empfehlen Ärzte, die FeNO-Messung zur Diagnose von Asthma einem aufwendigeren Provokationstest vorzuziehen. Durch die Verwendung dieser Technik lassen sich drohende Asthmaanfälle zeitig erkennen und vermeiden sowie der Einsatz von Medikamenten früher reduzieren.

Ein weiterer Pluspunkt: Schon bei kleinen Kindern können die NO-Messungen durchgeführt werden.

So läuft eine FeNO-Messung ab

FeNo-Messgeräte erlauben eine einfache Bedienung und geben das Testergebnis innerhalb von Sekunden bis Minuten aus. Der Patient atmet möglichst mit gleichbleibender Geschwindigkeit in das Gerät. Damit die Werte aussagekräftig sind, gelten folgende Bedingungen:

  • eine Stunde vor der Messung nichts essen und trinken
  • am Tag der Untersuchung nicht rauchen
  • möglichst bei jeder Messung die gleiche Ausatemgeschwindigkeit beibehalten

Säuglinge und Kleinkinder sind noch zu klein, um direkt in das Gerät zu pusten. Sie atmen zunächst in einen Sammelbeutel, anschließend wird die Probe analysiert.

FeNO-Messung: Welche Werte auf Asthma hinweisen

Generell deuten erhöhte Messwerte beim FeNO-Test daraufhin, dass

  • eine sogenannte eosinophile Entzündung der Atemwege sowie
  • ein Ansprechen auf die Behandlung mit Kortison bestehen.

Die Tabelle zeigt die Werte einer FeNO-Messung und ihre Bedeutung auf:

 

FeNO-Wert in parts per billion (ppb)Einordnung
unter 25 (bei Kindern: unter 20) wahrscheinlich keine Entzündung
25 bis 50 (bei Kindern: 25 bis 35) unklar; die Werte müssen unter Berücksichtigung
weiterer Untersuchungen interpretiert werden
über 50 (bei Kindern: über 35) Entzündung sehr wahrscheinlich

 

Liegen die Werte der FeNO-Analyse also über 50 ppb, deutet dies bei Erwachsenen auf Asthma oder eine andere Atemwegsentzündung wie COPD oder chronische Bronchitis hin. Besonders hohe Ergebnisse entstehen bei schwerem Asthma. Daher ist die Methode ein wichtiger Baustein zur frühzeitigen Diagnose.

Nach dem FeNO-Test muss der behandelnde Arzt entscheiden, wie die weitere Therapie verlaufen soll: Ist der Patient gut eingestellt oder benötigt er eine medikamentöse Anpassung?

Tipp: Überprüfen Sie mit unserem Asthma-Test den Status Ihrer Erkrankung!